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2. Botschaft Imam Mudschtaba Chameneis

Am 20. März 2026 wurde, anlässlich des iranischen Neujahresfestes Nowruz und des Festes Eid al-Fitr zum Ende des Monats Ramadans, die 2. Botschaft Imam Mudschtaba Chameneis veröffentlicht. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Botschaft aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.

 

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden

یا مقلب القلوب والابصار یا مدبّر اللیل و النهار یا محوِّل الحول و الاحوال، حَوِّل حالَنا الی احسن الحال

„O du Wandler der Herzen und der Blicke, O du Verwalter von Nacht und Tag, O du Wandler der Zustände und des Befindens, Wandle unseren Zustand in den besten Zustand.“ [Nowruz Bittgebet]

In diesem Jahr sind der Frühling der Spiritualität und der Frühling der Natur, also das frohe Fest des Fastenbrechens (und Fitr-Abgabe) [Eid Said Fitr] und das historische Fest Nowruz, miteinander zusammengefallen. Ich beglückwünsche jedes einzelne Mitglied des Volkes zu diesen beiden religiösen und nationalen Festen und übersende insbesondere zum frohen Fest des Fastenbrechens allen Muslimen der Welt meine Glückwünsche. Ebenso ist es notwendig, anlässlich der ins Auge fallenden Siege der Kämpfer des Islams allen zu gratulieren, und allen Familien und Hinterbliebenen der hochrangigen Märtyrer des zweiten aufgezwungenen Krieges [12-Tage Krieg 2025], des Staatsstreichs [coup d’état] im Monat Dey [Januar] und des dritten aufgezwungenen Krieges [aktueller Krieg] sowie den Märtyrern der Sicherheit und des Grenzschutzes und den unbekannten Märtyrersoldaten mein tiefes Beileid und Mitgefühl auszudrücken.

Anlässlich des Beginns des Sonnenjahres 1405 habe ich Ausführungen, die ich im Folgenden darlege.

Zunächst werde ich einen kurzen Rückblick auf einige wichtige Ereignisse des vergangenen Jahres geben. Im vergangenen Jahr erlebte unser liebes Volk drei militärische und sicherheitsbezogene Kriege. Der erste Krieg war der Krieg des Monats Chordad [12-Tage-Krieg], in dem der zionistische Feind mit besonderer Hilfe Amerikas und inmitten von Verhandlungen durch einen niederträchtigen Angriff, einige der besten Kommandeure und hervorragenden Wissenschaftler des Landes und im weiteren Verlauf etwa 1000 unserer Landsleute zu Märtyrern machte [sie fanden das Martyrium]. Aufgrund eines eklatanten Analysefehlers glaubte der Feind, dass es nach ein oder zwei Tagen dieses Volk sein würde, weclhes das islamische System stürzen würde. Doch durch eure Wachsamkeit, ihr Volk, die beispiellose Tapferkeit der Kämpfer des Islams und die reichhaltige Aufopferungsbereitschaft wurden sehr bald bei ihm Spuren von Hilflosigkeit und Erniedrigung sichtbar, und durch das Einschalten von Vermittlern und dem Vorgehen zu einer Beendigung des Konfliktes rettete er sich in gewisser Weise selbst vom Rand des Abgrunds.

Der zweite Krieg war der Staatsstreich [coup d’état] des Monats Dey [Januar], bei dem Amerika und das zionistische System – in der Vorstellung, dass das iranische Volk infolge der auferlegten wirtschaftlichen Probleme den Willen des Feindes verwirklichen würde – unter Einsatz ihrer Söldner unzählige Gräueltaten verübten, sogar eine größere Zahl als im vorherigen Krieg unserer geliebten Landsleute zu Märtyrern machten und große Schäden verursachten.

Der dritte Krieg ist der Krieg, in dessen Mitte wir uns jetzt befinden, in dessen erstem Tag wir den liebevollen Vater der Umma (Gemeinschaft), unser hochgeehrtes Oberhaupt [rahbar] – möge Allah seinen edlen Rang erhöhen – mit tränengefüllten Augen und traurigen und gebrochenen Herzen das Geleit gaben, der selbst im Zustand reichhaltiger Sehnsucht an der Spitze einer Märtyrer-Karawane auf einer himmlischen Reise zu einem Platz eilte, der ihm im Schatten der göttlichen Gnade, in der Nähe der guten [tayyib] Lichter und in der Reihe der Wahrhaftigen und der Märtyrer zugedacht worden war. Ebenso verabschiedeten wir von eben jenem Tag an mit großer Wehmut nach und nach weitere Märtyrer dieses Krieges, darunter die jungen Sprösslinge der Schule Shajarah Tayyebeh von Minab [Mädchenschule, bei der knapp 170 Grundschüler getötet wurden], die tapferen und unterdrückten Sterne des Zerstörers (Fregatte) Dena, die Märtyrer-Kommandeure und -Kämpfer der Revolutionsgarde und des Heeres und der Faraja und der Basidsch, die unbekannten Soldaten, die tapferen Grenzwächter und die übrigen Angehörigen der Nation, von Jung bis Alt, die in einer Karawane aus Licht über uns vorüberzogen. Dieser Krieg erfolgte nach der Hoffnungslosigkeit des Feindes darüber, dass es keine bedeutende Volksbewegung zu seinen Gunsten gab, und in dem Wahn, dass er, wenn er die Spitze des Systems und eine Anzahl einflussreicher militärischer Kräfte zum Martyrium brächte, in euch, unserem geliebten Volk, Angst und Verzweiflung erzeugen, euch zum Verlassen des Schauplatzes veranlassen und auf diesem Wege den Traum von der Herrschaft über Iran und sodann seiner Zerteilung verwirklichen würde. Doch ihr habt in diesem gesegneten Monat das Fasten mit der Anstrengung [dschihad] verbunden und eine ausgedehnte Verteidigungslinie von der Weite des Landes und feste Schützengräben in Zahl der Marktplätze, Stadtviertel und Moscheen geschaffen und ihm auf diese Weise einen benebelnden Schlag versetzt. In einer Weise, dass er zum Äußern widersprüchlicher Worte und zahlreicher wirrer Reden verfiel, was ein Zeichen mangelnder Wachsamkeit und vorhandener Wahrnehmungsschwäche ist.

Ihr habt den Staatsstreich [coup d’état] bereits am 22. Dey [Millionenmärsche in Solidarität zum System der Islamischen Republik und gegen die Randalierer im Inland] niedergeschlagen und am 22. Bahman [Millionenmärsche zum Revolutionstag] eure Gegnerschaft gegen die globale Arroganz sowie eure Unermüdlichkeit erneut zur Schau gestellt, und am 22. Esfand, der mit dem Quds-Tag zusammenfiel, habt ihr ihm durch das Versetzen dieses Schlages klargemacht, dass er es nicht nur mit Raketen, Drohnen, Torpedos und militärischen Angelegenheiten zu tun hat: Die Frontlinie Irans ist viel größer als seine geringe und kleine Vorstellung. Ich halte es an dieser Stelle für angebracht, jedem einzelnen der lieben Menschen für die Schaffung dieses gewaltigen Epos zu danken. Ebenso dem mutigen, wahrhaftigen und volksnahen Präsidenten und den anderen Verantwortlichen, die bei dieser Veranstaltung [Anm.: Eine Referenz auf den Quds-Tag, bei dem die genannten offen auf den Straßen an Protestmärschen teilnahmen] ungezwungen und ohne Förmlichkeit unter den Menschen anwesend waren. Diese Art von Handlung und auch deren Veröffentlichung kann an sich eine sehr lobenswerte Sache sein, die den Zusammenhalt zwischen Volk und Regierenden noch weiter stärkt. Gegenwärtig ist infolge der außergewöhnlichen Einheit, die unter euch Landsleuten – trotz aller Unterschiede von religiöser, ideologischer, kultureller oder politischer Herkunft – entstanden ist, im Feind Gebrochenheit eingetreten. Dies muss als eine besondere Gunst von Seiten der Erhabenen Wahrheit [hazrate haq, gemeint ist Gott] erkannt werden, und dafür mit der Zunge, dem Herzen und auch in der Handlung in hohem Maße Dank dargebracht werden. Eine der unumstößlichen Regeln ist, dass immer dann, wenn eine Gunst mit Dank erwidert wird, sich die Wurzel der Gunst im Verhältnis zum Maß des Dankes fester verankert oder erhöht und dem Dankenden noch mehr Zuwendungen zuteilwerden. Was derzeit auf der Ebene der praktischen Danksagung notwendig ist, ist das Erkennen dessen, dass diese höchste Gunst ausschließlich eine Gnade von Seiten der Erhabenen Wahrheit [hazrate haq] – majestätisch und hoch ist er – ist und wir so weit wie möglich davon gut profitieren. Auf diese Weise wird diese Geschlossenheit gewiss noch stärker und stählerner werden, und eure Feinde werden erniedrigter und verächtlicher werden. Dies war ein Rückblick auf einige wichtige Ereignisse des Jahres 1404.

Doch nun, da wir an der Schwelle des Jahres 1405 stehen, sind wir mit mehreren Dingen konfrontiert. Eines davon ist, dass wir uns von unserem lieben Gast, dem gesegneten Monat Ramadan 1447, für immer verabschieden. Ein Monat, in dessen Nacht der Bestimmung sich eure Herzen der höheren Welt zuwandten, ihr den gütigen Gott angerufen habt, und auch jener Ehrwürdige Seinen gnädigen Blick euch zuwandte. Ihr habt von unserem Meister [Imam Mahdi] – möge Allah seine ehrenvolle Wiederkehr beschleunigen – und von seinem Gott Öffnung, Sieg, Wohlergehen und allerlei Gunst erbeten, und angesichts der Gunsterweise, die diesem System und diesem Volk immer erwiesen worden sind, werdet ihr, so Gott will, entweder genau das, worum euer Herz gebeten hat, oder etwas Besseres als das erhalten. Einhergehend mit diesem Abschied, der umso bitterer und schmerzlicher sein wird, je größer die Erkenntnis der Menschen ist, drücken wir die freudige und glückverheißende Mondsichel des ehrwürdigen Schawwal an unsere warme Brust und erwarten in Ehrfurcht und Hoffnung das Festgeschenk der Erhabenen Wahrheit [hazrate haqq], gesegnet und erhöht ist Er. Ich hoffe, dass nach jener pflichtbewussten täglichen, wie nächtlichen Präsenz von euch, geliebte Nation, und der Schaffung des Epos des Quds-Tages, die Wahrheit [Gott], der Erhabene, mit uns nicht anders verfährt als mit Seiner Großzügigkeit, Nachsicht, Vergebung und Seiner umfassenden Huld, an die wir und ihr uns gewöhnt haben. Und insbesondere hoffen wir, dass Er [Gott] bald mit der frohen Botschaft einer vollständigen Öffnung im Gebot der öffentlichen Erscheinung unseres Meisters [Imam Mahdi], des verehrten größten Statthalter Gottes [wali allah], das gesegnete Herz jenes Ehrwürdigen [Imam Mahdi] mit Freude erfülle, infolgedessen mannigfache Segnungen auf die Menschen der Welt herabkommen werden – durch seine Huld und seine Großmut.

Eine weitere Sache, mit der wir konfrontiert sind, ist der wichtige Anlass des historischen Nowruz-Festes. Ein Fest, das ein Geschenk der Natur ist und eine Form von Neuwerdung, Frische und Lebendigkeit mit sich bringt und eine vollkommene Verbindung zu Freude und Frohsinn hat.

Einerseits ist dies für das Volk das erste Jahr, in dem unser Märtyrer-Oberhaupt und die übrigen hochrangigen Märtyrer nicht mehr unter uns sind. Besonders die Herzen der Familien und Hinterbliebenen der Märtyrer trauern um ihre Angehörigen. Zugleich denke ich meinerseits und als ein einfacher Bürger, der mehrere Märtyrer in seinem Umfeld hat, dass wir, auch wenn wir das Kleid der Trauer am Körper tragen und unsere Herzen für alle Märtyrer ein Nest von Kummer und Trauer sind, uns doch sehr freuen, wenn in diesen Tagen unsere jungen Bräute und Bräutigame in das Haus des Glückes eintreten, und so Gott will, die Bittgebete unseres Märtyrer-Oberhauptes und der übrigen edlen Märtyrer dieses Krieges den Weg dieser Lieben begleiten mögen. Ich empfehle, dass die Allgemeinheit des Volkes die in diesen Tagen üblichen Besuche, natürlich unter Wahrung des Respekts gegenüber den Hinterbliebenen der Märtyrer und unter Rücksichtnahme auf ihre Lage, durchführt. Und es wäre gut möglich, dass die Menschen jedes Viertels – sofern die nötige Abstimmung erfolgt und es möglich wird – ihre Neujahrsbesuche mit der Ehrung der Märtyrer eben jenes Viertels beginnen. Selbstverständlich bleibt die Zeitspanne, die die geehrte Regierung für das Eintreffen des Martyriums unseres geliebten Oberhauptes [rahbar] festgelegt hat [40-tägige Staatstrauer], bestehen, und ihre Beachtung und Bewahrung wird als ein Ausdruck der Größe dieses Systems und Landes betrachtet.

Nach diesen Worten gibt es noch einige weitere kurze Ausführungen.

Erstens muss ich jenen, die in diesen Tagen neben ihrer Präsenz auf den [Markt-]Plätzen, in den Stadtvierteln und den Moscheen mit verdoppeltem Einsatz ihre gesellschaftliche Rolle stärker sichtbar machen, in besonderer Weise danken: Dazu gehören einige Produktionsbetriebe, sowohl staatliche als auch private, ebenso einige Dienstleistungsgewerbe und insbesondere Personen, die den Menschen verschiedene nützliche Dienstleistungen unentgeltlich anbieten, ohne dass ihr Beruf dies erfordern würde, und Gott sei Dank gibt es hiervon reichlich.

Zweitens: Eine Vorgehensweise des Feindes ist durch seine medialen Operationen – die in diesen Tagen in besonderer Weise das Denken und die Psyche einzelner Menschen aus dem Volk ins Visier nehmen – die nationale Einheit und in der Folge die nationale Sicherheit zu beschädigen. Wir müssen achtsam sein, dass sich diese unheilvolle Absicht nicht etwa infolge von Nachlässigkeit und durch unsere eigene Hand verwirklicht. Daher ist meine Empfehlung an die inländischen Medien unseres Landes bei allen ideologischen, politischen und kulturellen Unterschieden, die sie haben mögen, dass sie es ernsthaft vermeiden, sich mit Schwachpunkten zu befassen. Andernfalls besteht die Möglichkeit, dass der Feind sein Ziel erreicht.

Drittens: Ein Hoffnungsschimmer des Feindes ist die Nutzung wirtschaftlicher und organisatorischer Schwächen, die sich seit langem herausgebildet haben. Unser Märtyrer-Oberhaupt – möge Gott seinen Rang erhöhen – hatte in verschiedenen Jahren den Hauptschwerpunkt und das Jahresmotto auf die Angelegenheit der Wirtschaft ausgerichtet. Auch nach der beschränkten Ansicht dieses Geringen [Anm.: Der Autor meint sich selbst] sollte die Sicherung des Lebensunterhalts der Menschen, die Verbesserung der lebens- und versorgungsbezogenen Infrastrukturen und die Erzeugung von Wohlstand für die Allgemeinheit des Volkes als der zentrale Punkt und als eine Art Verteidigung, ja sogar als ein eindrucksvolles Voranschreiten gegenüber dem vom Feind in die Wege geleiteten Wirtschaftskrieg angesehen werden. Zu Gnaden an diesen Diener gehörte die Möglichkeit, den Worten der lieben Menschen aus verschiedenen gesellschaftlichen Schichten zuzuhören. So war ich in einem bestimmten Zeitraum in unbekannter Gestalt mit euch im Taxi, das auf meine eigene Bitte hin bereitgestellt wurde, war ein Mitreisender auf den Straßen Teherans und schenkte euren Worten Gehör, und ich hielt diese Art der Stichprobennahme für besser als viele Umfragen. Die Auffassung dieses Dieners stimmte in vielen Fällen mit euren Worten überein, die gewöhnlich in Form verschiedener Kritiken zu wirtschaftlichen und organisatorischen Aspekten geäußert wurden. Unterdessen habe ich vieles von euch gelernt und bin weiterhin auf der Suche nach neuen Erkenntnissen. Auch in eben diesen Tagen vor und nach dem 19. des gesegneten Ramadan habe ich erneut von verschiedenen von euch, die ihr auf den Plätzen anwesend wart, Dinge gelernt. Ich hoffe, dass ich von dieser Gunst nicht getrennt werde. Im Anschluss an dieses Lernen und Hören und weitere Studien wurden Anstrengungen unternommen, damit ein wirksames und fachkundig ausgearbeitetes Lösungskonzept erstellt werde, das, so weit wie möglich, rundum umfassend sein möge, und Gott sei Dank ist dies in einem annehmbaren Maß verwirklicht worden und wird bald durch durch Verantwortliche von hohem Eifer in Zusammenarbeit mit allen Angehörigen des Volkes zur Ausführung bereit sein, so Gott der Erhabene will. Außerdem verkünde ich zum Ende dieses Abschnitts in Anlehnung an das hochwürdige Märtyrer-Oberhaupt das diesjährige Motto als „Widerstandswirtschaft im Schatten der nationalen Einheit und der nationalen Sicherheit“.

Viertens und letztens ist das, was ich in der ersten Botschaft hinsichtlich der Sichtweise und Politik des Systems in Bezug auf den Umgang mit den Nachbarländern erwähnt habe, eine ernste und wahre Angelegenheit. Unabhängig vom Element der Nachbarschaft kennen wir andere geistige Elemente, von denen an der Spitze die gemeinsame Bindung an die klare Religion des Islam steht, oder auch das Vorhandensein ehrwürdiger Schreine und heiliger Stätten in einigen von ihnen und die Anwesenheit vieler Iraner als Einwohner und Beschäftigte in einigen anderen und gemeinsame Volkszugehörigkeit oder gleiche Sprache oder gemeinsame strategische Interessen, insbesondere gegenüber der Front der Arroganz, in wieder anderen: Wobei jedes einzelne für sich an seinem Platz die guten Beziehungen festigen kann. So betrachten wir unter anderem unsere östlichen Nachbarn als uns sehr nahestehend. Dieser Diener [ich] wusste seit langem in Bezug auf Pakistan, dass es ein Land ist, das Gegenstand besonderer Zuneigung unseres Märtyrer-Oberhauptes war, was durch das Beispiel des Kloßes in seinem Hals in den Predigten des Gebetes aufgrund der zerstörerischen Flut – die dort das Leben unserer glaubensgleichen Menschen bedrohte – zutage trat. Und auch ich dachte aus verschiedenen Gründen immer ebenso und hielt mich vom Ausdrücken dessen in verschiedenen Sitzungen nicht zurück. Eben an dieser Stelle möchte ich darum bitten, dass unsere beiden Bruderländer – nämlich Afghanistan und Pakistan – um der Zufriedenheit Gottes willen und sei es auch nur um keine Spaltung unter den Muslimen zu verursachen, bessere Beziehungen zueinander herstellen sollten, und ich bin meinerseits zu den erforderlichen Maßnahmen bereit.

Ebenso weise ich darauf hin, dass die Angriffe, die in der Türkei und in Oman – die beide angemessene Beziehungen zu uns haben – gegen einige Punkte dieser Länder stattgefunden haben, in keiner Weise von den Streitkräften der Islamischen Republik und den übrigen Kräften der Widerstandsfront ausgegangen sind. Dies ist eine List des zionistischen Feindes, um durch den False-Flag-Trick Zwietracht zwischen der Islamischen Republik und ihren Nachbarn zu erzeugen, und es ist möglich, dass dies auch noch in einigen anderen Ländern geschieht. Die übrigen Ausführungen zu diesem Abschnitt habe ich zuvor bereits erwähnt.

Ich hoffe, dass wir mit dem Bittgebet unseres Meisters [Imam Mahdi] – möge Allah seine edle Wiederkunft beschleunigen – und der Zuwendung des Erhabenen ein gutes Jahr voller Siege und voller vielfältiger materieller und spiritueller Öffnungen für unser Volk, alle Nachbarn und die muslimischen Völker und insbesondere die Elemente der Widerstandsfront vor uns haben werden, und kein solches Jahr für die Feinde des Islams und (Feinde) der Menschheit. 

وَنُرِيدُ أَن نَّمُنَّ عَلَى الَّذِينَ اسْتُضْعِفُوا فِي الْأَرْضِ وَنَجْعَلَهُمْ أَئِمَّةً وَنَجْعَلَهُمُ الْوَارِثِينَ وَنُمَكِّنَ لَهُمْ فِي الْأَرْضِ وَنُرِيَ فِرْعَوْنَ وَهَامَانَ وَجُنُودَهُمَا مِنْهُم مَّا كَانُوا يَحْذَرُونَ

„Und wir bezwecken, dass wir huldreich sind zu denjenigen, die als schwach gehalten worden sind auf der Erde. Und wir würden sie zu Imamen errichten. Und wir würden sie zu den Erben errichten. Und wir sicherten für sie auf der Erde. Und wir würden Pharao und Haman und ihrer beider Heerscharen an ihnen das sehen lasen, worüber sie fortwährend dabei gewesen sind besorgt zu sein.“ [Heiliger Quran, 28:5–6]

Allah, der Erhabene, hat die Wahrheit gesprochen, und Sein edler Gesandter hat die Wahrheit gesprochen – und wir gehören zu denen, die davon Zeugnis ablegen.

Und der Frieden sei mit euch, und die Gnade Allah und sein Segen.

Sayyid Mudschtaba Hussaini Chamenei

29. Esfand 1404 / 30. Ramadan 1447 [20. März 2026]