{"id":2700,"date":"2025-12-25T00:01:11","date_gmt":"2025-12-24T23:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/khamenei.de\/wordpress\/?p=2700"},"modified":"2026-02-06T09:37:55","modified_gmt":"2026-02-06T08:37:55","slug":"imam-chamenei-ueber-ayatullah-sayyid-hadi-milani","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.ahl-ul-bait.de\/imam-chamenei\/2025\/12\/25\/imam-chamenei-ueber-ayatullah-sayyid-hadi-milani\/","title":{"rendered":"Imam Chamenei \u00fcber Ayatullah Sayyid Hadi Milani"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\"><i>Am 25. Dezember 2025 hielt Imam Chamenei, bei einem Treffen mit den Organisatoren des Kongresses zur Ehrung von Ayatollah Sayyid Hadi Milani, eine Rede. Es folgt die sinngem\u00e4\u00dfe \u00dcbersetzung der Rede aus dem persischen Original. Obwohl es f\u00fcr alle hier ver\u00f6ffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die \u00dcbersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber \u00fcbereinstimmen muss.<\/i><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\"><b>Im Namen Allahs, des Gn\u00e4digen, des Begnadenden<\/b><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Und aller Dank ist Allahs, des Herrn der Welten, und die Segensw\u00fcnsche seien mit Muhammad und seiner reinen Familie, insbesondere mit dem Verbliebenen Allahs auf Erden (Baqiyyatullah, Imam Mahdi).<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Herzlich willkommen, verehrte Herren und ich danke zutiefst den verehrten Herren, Herrn Marvi und den anderen Herren, die die Initiative zur Durchf\u00fchrung der Ehrung f\u00fcr den dahingeschiedenen Herrn Milani, Gott habe Wohlgefallen an ihm, ergriffen haben. Obwohl er 20 Jahre lang in Maschhad mit wissenschaftlicher Arbeit, sozialer Arbeit, politischer Arbeit und jeder Art von T\u00e4tigkeit besch\u00e4ftigt war, waren nach seinem Ableben in Maschhad wenige Hinweise auf seine Ehrung wahrnehmbar. Wenn ich gelegentlich mit Angelegenheiten Maschhads zu tun hatte, sah ich dies. Nun, er war eine Zeit lang eine zentrale Pers\u00f6nlichkeit in Maschhad, das hei\u00dft, er galt als ein Gipfel der Hawza (theologische Hochschule), doch nach seinem Ableben wurde seiner und seines Namens weniger gedacht. Auch sein j\u00fcngerer Sohn, der begnadete (Ehrenformel f\u00fcr Verstorbene) Herr Sayyid Mohammad Ali, war weniger zu sehen, und wir hatten ihn bei Zusammenk\u00fcnften und dergleichen seltener getroffen. Offenbar ist auch er begnadet, richtig? [Der Gelehrte zur rechten des Imams best\u00e4tigt: \u201eJa\u201c] Daher ist diese Versammlung, die ihr gebildet habt, gut, damit \u00fcber ihn geforscht wird, Arbeit geleistet wird und seine Werke wiederbelebt werden. Ich habe mir einige Punkte notiert, die ich in Bezug auf ihn vortragen werde.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Erstens hatte seine Pers\u00f6nlichkeit verschiedene Dimensionen, \u00fcber die man aus jeder Richtung, aus jedem Aspekt, einige S\u00e4tze sagen kann: Eine Dimension war seine pers\u00f6nliche Seite, seine Pers\u00f6nlichkeit sowie seine moralischen Eigenschaften und seine Eigenschaften im Verhalten. Eine weitere Dimension ist sein Wissen, \u00fcber die man sprechen und \u00fcber seine wissenschaftliche Stellung diskutieren kann. Eine weitere Dimension ist seine (spirituelle) Wanderung \u2013 freilich hatten wir zu seinen Lebzeiten darauf keine Aufmerksamkeit und keine Kenntnis. Sp\u00e4ter habe ich erfahren, dass er auf dem Gebiet der Wanderung, der Spiritualit\u00e4t und \u00c4hnlichem t\u00e4tig war und ein Mensch des Denkens, der Askese, der Kontemplation und dergleichen war. Das konnte man zu seinen Lebzeiten nicht verstehen. Auch dies ist eine Dimension. Und eine weitere Dimension ist seine soziale und politische Seite. \u00dcber ihn kann man aus all diesen Blickwinkeln sprechen, und ich werde zu jedem davon ein paar Worte sagen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">In jenem ersten Punkt, das hei\u00dft seiner individuellen Pers\u00f6nlichkeit und seiner individuellen Wanderung, war er wahrlich ein herausragender Mensch. Erstens bewegte er sich, sprach er und handelte er mit gro\u00dfer W\u00fcrde und Besonnenheit und zugleich war er \u00e4u\u00dferst bescheiden. Er war sowohl bescheiden als auch besonnen und w\u00fcrdevoll, und man nahm bei ihm eine geistige Ruhe wahr. Selbst in harten Situationen, die auftraten, hatte man das Gef\u00fchl, dass er diese Ruhe besa\u00df.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Treue und Wertsch\u00e4tzung der Freundschaft der Freunde: Er schenkte seinen Freunden Aufmerksamkeit. Er war mit unserem Vater (Ayatullah Sayyid Jawad Chamenei) in Tabriz Schulkamerad. Er ist in Nadschaf geboren, und sein Vater war der Schwiegersohn des begnadeten Scheich Mohammad Hasan Mamqani, des bekannten Kommentators der Makasib und jener hervorragenden Pers\u00f6nlichkeit und gro\u00dfem Vorbild der Nachahmung seiner Zeit, der offenbar im Jahr 1321 [1942\/43] oder 1322 [1943\/44] begnadet ist. Daher ist er in Nadschaf geboren. Allerdings kam sein Vater nach Tabriz und blieb ein oder zwei Jahre in Tabriz, danach kehrte er wieder nach Nadschaf zur\u00fcck. In diesen ein oder zwei Jahren waren dieser Sohn, der die Schule besuchte, mit unserem begnadeten Vater und einem weiteren Gelehrten aus Tabriz, dem begnadeten Sayyid Ebrahim Darvazehi \u2013 dessen Sohn Sayyid Mehdi Darvazehi in Teheran war, vielleicht kennen einige der Herren ihn \u2013 diese drei waren Schulkameraden. Herr Milani hatte angesichts dieses Hintergrunds eine besondere Beziehung zu unserem begnadeten Vater. Er stand mehrfach fr\u00fch am Morgen auf, kam und war vielleicht sogar zum Fr\u00fchst\u00fcck da. Einmal kam auch der begnadete Sayyid Ebrahim Darvazehi nach Maschhad, und alle drei versammelten sich gemeinsam im Haus unseres begnadeten Vaters. Er war treu, er pflegte alte Freundschaften und erhielt sie aufrecht.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Er war sehr angenehm im Umgang. Das hei\u00dft, wenn man mit ihm zusammensa\u00df, war die Runde eine angenehme, und er besa\u00df eine geschmackliche Feinheit, eine poetische Feinheit. Ich habe in einigen Schriften, in manchen B\u00fcchern, von denen ich meine, dass sie mit ihm eigentlich keinen direkten Zusammenhang hatten, gesehen, dass er auch Gedichte verfasst hat. Nat\u00fcrlich schrieb er auch arabische Dichtung. Er war ein Mensch der Poesie, des Feingef\u00fchls und solcher Dinge. Das hei\u00dft, er vereinte eine Gesamtheit der Eigenschaften einer herausragenden und ausgezeichneten Pers\u00f6nlichkeit. Nebenbei sei darauf hingewiesen, dass er der Enkel von Scheich Mohammad Hasan Mamqani und der Schwiegersohn des Mamqani, des Verfassers von Ridschal, ist. Er war also der Schwiegersohn des begnadeten Scheich Abdullah Mamqani. Im Unterricht erw\u00e4hnte er bisweilen seinen Onkel m\u00fctterlicherseits und sagte, der begnadete Onkel \u2013 in dieser Ausdrucksweise \u2013 habe in seinem Ridschal-Buch dies und jenes gesagt. Kurz, er ist in einer Familie des Wissens aufgewachsen.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Der begnadete Ayatollah Milani, Gottes Wohlgefallen sei mit ihm, war in wissenschaftlicher Hinsicht zweifellos zu seiner Zeit eine herausragende wissenschaftliche Pers\u00f6nlichkeit, er war ein gro\u00dfer Gelehrter. Den haupts\u00e4chlichen wissenschaftlichen Nutzen zog er vom begnadeten Herrn Naini und vom begnadeten Scheich Mohammad Hossein Esfahani, die er folgenderma\u00dfen bezeichnete: Mirza-ye Ostad und Hadsch Scheich Ostad. In dieser Ausdrucksweise erw\u00e4hnte er sie im Unterricht, doch seine juristisch-methodische Denkweise stand dem begnadeten Herrn Naini n\u00e4her. Da ich nun seinen Usul-Unterricht (Methodenlehre) nicht besuchte, wei\u00df ich nicht, wie er in den Usul vorging, doch im Fiqh-Unterricht (Rechtswissenschaft) war seine Neigung st\u00e4rker zu Herrn Naini, und er diskutierte, sprach und arbeitete in einer dem Stil des begnadeten Herrn Naini \u00e4hnlichen Weise.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Im Unterricht war er sehr ruhig, besonnen und gut vortragend; gut vortragend nicht in dem Sinne, dass er ununterbrochen redete, sondern er war sehr klar im Vortrag, das hei\u00dft, jeder Student, der seinem Unterricht zuh\u00f6rte, verstand ihn wirklich. So f\u00fchrte er die Diskussion. Er war ein herausragender und gro\u00dfer Lehrer. Tats\u00e4chlich hat er die Hawza (theologische Hochschule) von Maschhad wiederbelebt. Nun, die Hawza von Maschhad hatte in einer Zeit zur Epoche des begnadeten Aghazadeh und des begnadeten Hadsch Agha Hossein eine Phase des H\u00f6hepunkts und der Bl\u00fcte erlebt. Nach ihrem Martyrium befand sich diese Hawza jahrelang in Stagnation, das hei\u00dft, es gab im Bereich Fiqh und Usul keinen Unterricht, der einen engagierten Studenten an die Hawza von Maschhad h\u00e4tte binden und dort halten k\u00f6nnen. Als er kam, belebte er die Hawza neu, das hei\u00dft, die Hawza von Maschhad ist dem begnadeten Herrn Milani wirklich verpflichtet (steht in seiner Schuld). Er hat die Hawza tats\u00e4chlich wiederbelebt und begann dort mit seinem Unterricht. Nachts begann er den Fiqh-Unterricht und startete in der Schule der Hadsch-Molla-Haschem-Moschee den Unterricht \u00fcber Idschara (Vertrags- und Wirtschaftsrecht). Ich hatte damals ja den Dars-e-Charedsch (Oberstufenunterricht) nicht besucht und jenen Unterricht nicht gesehen. Sp\u00e4ter begann er aber mit dem Thema Gebet, das ausf\u00fchrlich \u00fcber viele Jahre lief, vielleicht sieben, acht oder zehn Jahre dauerte sein Unterricht \u00fcber das Gebet. Danach behandelte er auch Zakat und Chums (verpflichtende Abgaben f\u00fcr die Bed\u00fcrftigen) und \u00c4hnliches, von denen meines Erachtens einige auch gedruckt wurden. Das hei\u00dft, den Teil \u00fcber das Gebet habe ich gesehen. Meines Erachtens habe ich auch einen Abschnitt \u00fcber das Gebet des Reisenden und dergleichen gesehen. Allerdings spiegeln jene Schriften, die ich von ihm gesehen habe, seine wissenschaftliche St\u00e4rke nicht vollst\u00e4ndig wider. Das hei\u00dft, er war st\u00e4rker als diese Schriften. In Gelehrsamkeit war er gelehrter als das, was niedergeschrieben wurde, und in dieser Hinsicht war er wahrlich sehr herausragend.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Zus\u00e4tzlich zu seiner eigenen wissenschaftlichen Pers\u00f6nlichkeit hatte er auch einen Blick auf die Hawza \u2013 einen ernsthaften Blick auf die Hawza \u2013 und von Anfang an, als er kam, suchte er nach herausragenden Studenten. Es war in den fr\u00fchen Zeiten seines Kommens nach Maschhad, dass er eine Einteilung f\u00fcr die ausgezeichneten Studenten vornahm, was ihm auch einige Schwierigkeiten bereitete. Er war darauf aus, begabte Studenten zu finden und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken und dergleichen. Aus diesem Grund gr\u00fcndete er Institute. Offenbar gr\u00fcndete er zwei oder drei Institute, aber da wir zu der Zeit, als er die Institute gr\u00fcndete, keinen sehr engen Kontakt mehr hatten, habe ich keine genaue Kenntnis \u00fcber den Zustand seiner Institute, doch er war sich jedenfalls dieser Angelegenheit bewusst, er war hinsichtlich der Hawza und dergleichen achtsam. Auch dies ist eine Seite seiner wissenschaftlichen Pers\u00f6nlichkeit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Hinsichtlich seiner (spirituellen)] Wanderung stand er mit dem begnadeten Sayyid Abd al-Ghaffar Mazandarani in Verbindung. Der begnadete Sayyid Abd al-Ghaffar geh\u00f6rte zur Linie des begnadeten Herrn (Ayatullah Sayyid Ali) Qadhi und \u00e4hnlicher Gelehrter aus Irak und Nadschaf. Und in dem Buch, das von ihm ver\u00f6ffentlicht worden ist \u2013 das ich vor einigen Jahren gesehen habe \u2013 offenbar hat der begnadete Sayyid Mu\u1e25ammad Ali diese Arbeit getan, indem er die an ihn geschriebenen Briefe gesammelt und ver\u00f6ffentlicht hat \u2013 befinden sich mehrere Briefe des begnadeten Sayyid Abd al-Ghaffar an ihn, in denen Anweisungen gegeben werden, und es ist ersichtlich, dass Fragen gestellt wurden und dass sie eine spirituelle Verbindung miteinander hatten. Wir sahen damals nat\u00fcrlich, dass er mit den Leuten der Wanderung, Spiritualit\u00e4t und solchen Dingen Kontakte pflegte, das hatten wir mehrfach gesehen. Der begnadete Hadsch Mullah Aghadschan (Zandschani) zum Beispiel kam nach Maschhad, stand mit ihm in Verbindung und bestieg die Kanzel. Ich habe gesehen, dass im Haus von Herrn Milani der begnadete Hadsch Mullah Aghadschan die Kanzel bestieg. Oder einige andere, wie jener bekannte Herr Naqibi, bekannt als \u201eNuur\u201c (Hudschat ul-Islam Sayyid Abd al-Hussain Naqibi Sistani), in Maschhad, hatten Verbindungen zu ihm. Solche Kontakte hatten sie, und man konnte das sehen, aber dass sie nun auf dem Feld der Wanderung [suluk] diejenigen gewesen w\u00e4ren, die Nutzen von einem Lehrer ziehen, oder etwa die notwendigen Handlungen des Wanderers und besonderen Gottesdienste und dergleichen aus\u00fcbten, das h\u00e4tten wir im Fall von Herrn Milani nicht vermutet, doch es war so. Das versteht man erst sp\u00e4ter, dass eine solche Situation bestanden hat. Der begnadete Herr (Ayatullah Sayyid Muhammad Hussain) Tabatabi war sehr eng mit ihm verbunden. Herr Tabatabai kam fast jedes Jahr im Sommer nach Maschhad und blieb meines Erachtens zwei, drei Wochen, und sie bestanden darauf, an seinem Gebet teilzunehmen. Der begnadete Herr Milani verrichtete im Sommer das Abend- und Nachtgebet im neuen Hof, dem heutigen Hof der Freiheit, dort verrichtete er das Gebet. Der begnadete Herr Tabatabai bestand darauf, an diesem Gebet teilzunehmen und war sehr vertraut und eng mit ihm verbunden, was selbst wiederum ein Beleg daf\u00fcr war, dass es bei ihm etwas in Beziehung zur Wanderung gab. Mehrere Begebenheiten \u00fcber seine Wundertaten werden auch aus zuverl\u00e4ssigen Quellen \u00fcberliefert. Ich selbst habe mehrere Begebenheiten \u00fcber v\u00f6llig zuverl\u00e4ssige Wege geh\u00f6rt. Eine davon ist \u00fcber den Weg des begnadeten Herrn Hadsch Agha Murtadha Hairi \u00fcberliefert, die aufgeschrieben und auch gedruckt worden ist und von einigen anderen wurden derartige Dinge gesehen, sodass klar wird, dass er ebenfalls jemand von Spiritualit\u00e4t, von Aufmerksamkeit und von klarem spirituellen Sehen und dergleichen gewesen ist. Auch das ist bez\u00fcglich der Seite der Wanderung von ihm.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Aber bez\u00fcglich des Aspektes der politischen und gesellschaftlichen Frage: Zu Beginn der K\u00e4mpfe war er einer der Grundpfeiler der Erhebung. In den Jahren 1341 [1962] und 1342 [1963], als die K\u00e4mpfe der Geistlichkeit begannen, wurde der begnadete Herr Milani wahrhaftig als einer der Grundpfeiler der Erhebung angesehen. Erstens waren seine Ver\u00f6ffentlichungen sehr starke Ver\u00f6ffentlichungen. Wir waren in der Hudschatiyya-Schule, es gab eine Anschlagtafel, an der sie die Ver\u00f6ffentlichungen anbrachten, und wir blieben stehen und lasen sie. Ich sah einmal, dass eine Ver\u00f6ffentlichung von Herrn Milani gekommen war, deren Text so stark, w\u00fcrdevoll und fest war, dass man allein von der Sch\u00f6nheit und St\u00e4rke dieses Textes in Aufregung geriet. So war er. Alle seine persischen Schriften sind ebenso. Jetzt erinnere ich mich im Moment nicht daran, eine arabische Schrift von ihm gesehen zu haben, aber seine persischen Schriften waren sehr w\u00fcrdevoll, sehr stark, sehr sch\u00f6n. Dann, zu der Zeit, als man den Imam (Chomeini) inhaftiert hatte und zum Beispiel die M\u00f6glichkeit harter und strenger Urteile bestand, kamen die erstklassigen Gelehrten aus allen St\u00e4dten nach Teheran. Zweifellos stand an der Spitze dieser Gesamtheit der begnadete Herr Milani, ohne jeden Zweifel. Obwohl auch Herr Schariatmadari da war, er war ebenfalls ein Vorbild der Nachahmung, war die Aufmerksamkeit f\u00fcr Herrn Milani und sein Ansehen unter den Gelehrten sehr deutlich und hoch. Und gewiss war der Gipfel dieser Gruppe von Gelehrten, die gekommen waren, und der wirksamste von ihnen der begnadete Herr Milani, Gottes Zufriedenheit sei mit ihm.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Und auch zu Beginn des Jahres 1342 [1963], als der 15. Chordad in jenem Jahr geschah (Verhaftung Imam Chomeinis und anschlie\u00dfende Massenproteste), war er im Zentrum der Ereignisse pr\u00e4sent. Der Imam (Chomeini), Gottes Zufriedenheit sei mit ihm, gab mir einen Auftrag, dass ich nach Maschhad gehen und es mit jedem einzelnen der Gelehrten besprechen solle. Es waren zwei Botschaften: Eine Botschaft war speziell f\u00fcr Herrn Milani und den verstorbenen Herrn Hadsch Agha Hassan Qomi, eine Botschaft war auch allgemein, mit der ich mich jetzt nicht befasse, was diese Botschaft war. F\u00fcr den Punkt, der Herrn Milani betraf, ging ich zu ihm und gab es weiter. Ich sagte: Herr Chomeini l\u00e4sst ausrichten, dass Sie die Prediger dazu bringen sollen, ab dem 7. Tag (des Monats Muharram) das Thema der Feyzieh (Islamische Hochschule in Qom, in der studentische Massenproteste gegen den Schah blutig niedergeschlagen wurden) von der Kanzel aus anzusprechen und ab dem 9. Tag sollen Sie auch die religi\u00f6sen Trauerveranstalter dazu bringen, es zu sagen. Das war die Nachricht, die ich ihm \u00fcberbrachte. Er sagte: \u201eAb dem 9. Tag? Ich habe es schon vorher angeordnet\u201c, er nannte Namen: \u201eIch habe es Herrn Chomeini gesagt, ich habe es Herrn Schariatmadari gesagt, ich habe es Herrn Nadschafi gesagt.\u201c Er nannte Namen, dass er es mit ihnen besprochen habe. Das hei\u00dft, es war klar, dass er vollst\u00e4ndig im Kern der Ereignisse steht, und derselbe Gedanke, der nun in Qom zum Beispiel durch den Imam, Gottes Zufriedenheit sei mit ihm, sichtbar wurde, verbreitet wurde und praktisch umgesetzt wurde, war auch bei ihm vorhanden. Das hei\u00dft, seine Anwesenheit in den K\u00e4mpfen war eine solche Anwesenheit, und f\u00fcr diese Angelegenheit hatten sie einen Plan. Nat\u00fcrlich unterschied sich sein Plan ein wenig vom Plan des Imams, aber er hatte einen Plan ausgearbeitet, f\u00fcr diese Angelegenheit hatten sie einen Plan.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Und im politischen und gesellschaftlichen Bereich war er ein Mensch mit weiter Brust. Das hei\u00dft, mit den verschiedensten Personen, die im Bereich des Kampfes und der politischen Debatte und \u00c4hnlichem aktiv waren, kn\u00fcpfte er Verbindungen. Zum Beispiel war er mit dem begnadeten Ingenieur Bazargan und Dr. Sahabi und dergleichen in Verbindung. Vielleicht wollte ich zwei- oder dreimal von Maschhad nach Teheran fahren, ich ging zu ihm, etwa um mich zu verabschieden, da sagte er: Wenn Sie nach Teheran gehen, gehen Sie dann auch ins Gef\u00e4ngnis, um Herrn Ingenieur Bazargan zu besuchen? \u2013 damals in den Jahren 1343 und 1344 waren sie im Gef\u00e4ngnis \u2013 ich sagte: Ja. Da sagte er: \u00dcbermitteln Sie ihnen meinen Gru\u00df. Das hei\u00dft, er lie\u00df zwei- oder dreimal durch mich Gr\u00fc\u00dfe an Herrn Ingenieur Bazargan \u00fcbermitteln. Es war klar, dass er auch mit dieser Gruppe Kontakte hatte. Nat\u00fcrlich vermied er es heftig, dass jemand ihn diesen politischen Zusammenschl\u00fcssen wie der Nationalen Front und dergleichen zuschreiben w\u00fcrde. Er sagte mir selbst: Wenn jemand mich der Nationalen Front zuschreibt, werde ich mit ihm nicht zufrieden sein, ich werde es ihm nicht verzeihen. So war es, aber er hatte zahlreiche Kontakte.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">In einigen Jahren schien es uns, dass er in den Fragen des Kampfes ein wenig nachgegeben hatte, sodass wir auch gegen ihn Einspruch erhoben. Aber jetzt, da die Briefe ver\u00f6ffentlicht wurden, wird klar, dass er schon damals viele Korrespondenzen mit Herrn Schariatmadari und mit (anderen) Gelehrten hatte und besch\u00e4ftigt war, nur wir wussten nichts von seiner Besch\u00e4ftigung in diesen Angelegenheiten. Und in jenen Briefen, die das Volk schrieben, dass sie die Herren Mardschas (Autorit\u00e4ten der Nachahmung) unterst\u00fctzen, die in Teheran wegen der Freilassung von Imam Chomeini zusammengekommen sind, stand vielleicht mehr als alle anderen sein Name, und er war dort mehr als alle anderen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Er schrieb einen Brief an den Imam, der meiner Meinung nach ein historisches Dokument ist. Im Jahr 1343 [1964], als man den Imam in die T\u00fcrkei verbannte, veranstaltete er in seinem Haus eine Versammlung und lud die Gelehrten von Maschhad ein. Auch ein paar von uns jungen Leuten, die damals im Kampf t\u00e4tig waren, wurden eingeladen, auch wir waren dort. Von den Gelehrten Maschhads waren auch der begnadete Hadsch Scheich Modschtaba (Qazwini) und andere anwesend. Sein Sohn stand auf und las den Brief vor, den er an den Imam, Gottes Zufriedenheit sei mit ihm, geschrieben hatte. Es ist ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Brief. Ein sehr starker und w\u00fcrdevoller Brief zur Unterst\u00fctzung des Imams und zum Bedauern \u00fcber seine Verbannung. Aus diesem Brief erinnere ich mich an diesen Satz:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">\u0627\u064e\u0644\u0633\u0651\u064f\u06a9\u0648\u062a\u064f \u0627\u064e\u062e\u064f\u0648 \u0627\u0644\u0631\u0651\u0650\u0636\u0627 \u0648 \u0645\u064e\u0646 \u0644\u064e\u0645 \u06cc\u064e\u06a9\u064f\u0646 \u0645\u064e\u0639\u064e\u0646\u0627 \u06a9\u0627\u0646\u064e \u0639\u064e\u0644\u064e\u06cc\u0646\u0627<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\"><i>\u201eDas Schweigen ist der Bruder der Zustimmung, und wer nicht mit uns war, war gegen uns.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Diese Wendungen hatte er darin gebracht. Er hatte auch Worte des F\u00fcrsten der Gl\u00e4ubigen aus der Zeit angef\u00fchrt, als der edle Abu Dharr verbannt wurde. Er hatte dort die Formulierungen des F\u00fcrsten der Gl\u00e4ubigen erw\u00e4hnt. Und meiner Meinung nach ist es ein zuverl\u00e4ssiges Dokument. Er sa\u00df auch dort, und sein Sohn stand auf und las den Brief vor, und alle h\u00f6rten es.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Kurz: Er war wirklich ein vielseitiger Mann. Wissenschaftlich, moralisch, spirituell sowie politisch und gesellschaftlich ein gro\u00dfer, umfassender Mann mit vielen Vorz\u00fcgen und Inhaber eines unvergesslichen Rechtes gegen\u00fcber der Lehranstalt (Hawza) von Maschhad.\u00a0<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Wir hoffen, so Gott will, dass diese Gedenkveranstaltung, die ihr organisiert habt, sein Gesicht den Menschen mehr als bisher bekannt machen kann und dem Volk vorgestellt wird.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: georgia, palatino; font-size: 17px;\">Und der Frieden sei mit euch, und die Gnade Allah und Sein Segen.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 25. 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