Botschaft Imam Mudschtaba Chameneis – zum 40. Gedenktag des Martyriums Imam Sayyid Ali Chameneis
Am 9. April 2026, anlässlich des 40. Gedenktages, auch Arbain genannt, des Martyriums Imam Sayyid Ali Chameneis, veröffentlichte Imam Mudschtaba Chamenei eine Botschaft in Textform. Es folgt die sinngemäße Übersetzung der Botschaft aus dem persischen Original. Obwohl es für alle hier veröffentlichten Texte gilt, wird darauf verwiesen, dass die Übersetzung zu Dokumentationszwecken ohne jegliche Kommentierung erfolgt und die dargestellte Meinung nicht mit der Meinung der Herausgeber übereinstimmen muss.
Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Begnadenden
إِنَّا فَتَحْنَا لَكَ فَتْحًا مُّبِينًا لِّيَغْفِرَ لَكَ اللَّهُ مَا تَقَدَّمَ مِن ذَنبِكَ وَمَا تَأَخَّرَ وَيُتِمَّ نِعْمَتَهُ عَلَيْكَ وَيَهْدِيَكَ صِرَاطًا مُّسْتَقِيمًا وَيَنصُرَكَ اللَّهُ نَصْرًا عَزِيزًا
„Wahrlich wir sind es, die wir für dich eine offensichtliche Heilsöffnung eröffnet haben, damit dir Allah das vergibt, was er beschritten hat unter deiner Sünde, und was aufgeschoben worden ist, und er seine Gunst gegenüber dir vollenden würde und er dich einen gerichteten Pfad recht leit und Allah dir mit würdevoller Hilfe hilft.“ [Heiliger Quran, Sura 48:1]
Vierzig Tage sind vergangen seit einem der größten Verbrechen der Feinde des Islams und des Irans und einer der schwersten öffentlichen Trauer in der Geschichte dieses Volkes: Die schmerzvolle Trauer um den Märtyrertod des großartigen Oberhauptes [rahbar] der Islamischen Revolution, Vater der iranischen Nation, Anführer der islamischen Gemeinschaft [ummah] und Führer der Wahrheitssuchenden der heutigen Zeit, der Herr der Märtyrer Irans und der Widerstandsfront, Chamenei der Große, möge Allah seine reine Seele heiligen.
Es sind Vierzig Tage, seit denen der erhabene Geist unseres Märtyrer-Oberhauptes in der Nachbarschaft der göttlichen Nähe, zu Gast bei der Festtafel der [Gott-]Angenäherten [awliya], der Wahrhaftigen und der Märtyrer geworden ist, und gleichzeitig oder in Folge davon haben eine große Menge an Gefährten, Kommandeure und Kämpfer des Islams sowie (vom Feind) unterdrückte Mitbürger, von den wenigen Tage alten Säuglingen bis zu den älteren Menschen, ebenfalls diesen großen Segen erlangt.
Es sind vierzig Nächte und Tage, seit denen Gott, der Erhabene, das Oberhaupt dieser Gemeinschaft [umma] zu Seinem Treffen gerufen hat. Doch dieses Mal – im Gegensatz zu dem, was in der Zeit dessen geschah, der mit Gott sprach [Anm.: „Kalimullah“, Name für Moses] – wurden die Gefährten des Märtyrer-Ooberhauptes und seine Gemeinschaft dazu berufen, die Wahrheit zu etablieren und die Falschheit zu bekämpfen. Und sie standen wie feste Berge gegen den Samiri und sein Kalb und stürzten sich wie eine glühende Lava auf den Kopf der Angreifer und Pharaonen.
Es sind vierzig Nächte und Tage, seit denen die Arroganten der Welt ihre betrügerischen und falschen Masken von ihrem Gesicht abgenommen haben und das hässliche und satanische Gesicht von Mord und Unterdrückung, Übergriffen und Lügen, Hochmut und Kindermord, Tyrannei und Verderbnis zur Schau gestellt haben.
Dem entgegen sind es (auch) vierzig Tage und Nächte, in denen die ehrenhaften Kinder des großen Chomeini und des geliebten Märtyrers Chamenei sowie die Anhänger des echten muhammedanischen – Friede und Segen seien mit ihm und seiner Familie – Islams mit beispielhaftem Einsatz und Mut auf den Feldern, in den Straßen und in den Schützengräben präsent und haben trotz der Schäden und Verluste durch den brutalen Angriff des Feindes den dritten auferlegten Krieg in eine Szene der epischen dritten Heiligen Verteidigung verwandelt. Die bewusste und wachsame Nation Irans zeigte, dass sie zwar mit dem großen Schmerz der Trennung von ihrem Märtyrer-Oberhaupt trauert, doch im Nachahmen der unmittelbaren Erben des hussainitischen Aschuras formte sie aus diesem Schmerz ein Epos und aus der Klage einen Kampfruf. Und all dies hat den bis an die Zähne bewaffneten Feind in Staunen und Verzweiflung versetzt und die freien Menschen der Welt zur Bewunderung gebracht. Dieses Mal führte die Ignoranz und Unwissenheit der Arroganten dazu, dass der Esfand 1404 [20. Februar bis 20. März 2026] zum Beginn eines neuen Kapitels der Machtzunahme und des Aufstiegs des Namens Iran und der Islamischen Revolution wurde und die Flagge des islamischen Iran nicht nur in der geografischen Fläche unseres Landes, sondern auch tief in den Herzen der Wahrheitssuchenden der Welt gehisst wurde.
Dieser Anlass ist eine gute Gelegenheit, das ehrwürdige Oberhaupt kurz vorzustellen. Die Rede ist von einem Mann, der, so bekannt er war, doch nicht (wirklich) erkannt wurde. Alle wissen, dass unser Märtyrer-Oberhaupt ein zeitkundiger und einsichtiger Rechtsgelehrter war, ein unermüdlicher Sich-Anstrengender [mudschahid], fest und standhaft wie ein Berg, ein handelnder und gottverbundener Gelehrter; einer der Leute des Gedenkens und des nächtlichen Gottesdienstes [tahadschud] und des demütigen Flehens im Hof des Herrn und des Zufluchtersuchens bei den heiligen reinen Wesen, Friede und Segen seien auf ihnen allen; und aus der Tiefe seiner Existenz war er überzeugt von den göttlichen Verheißungen. Zu seinen weiteren Eigenschaften gehörten die Liebe zum Iran und die kontinuierliche Bemühung für die größtmögliche Unabhängigkeit des geliebten Iran, wobei er zugleich die Einheit des Wortes und den nationalen Zusammenhalt betonte. Er verbrachte sein Leben im Bemühen um die Errichtung des islamischen Systems sowie dessen Festigung und Fortbestand, und gleichzeitig erschien ihm die Islamische Republik ohne das Volk bedeutungslos. Trotz Stärke und Festigkeit besaß er eine große Feinheit im Denken und in der Betrachtung der Dinge. Er schenkte den Potenzialen des Landes, insbesondere der Jugend, besondere Aufmerksamkeit. Er maß Wissenschaft und Technologie und dem in deren Schatten stehenden Fortschritt große Bedeutung bei. Den Familien der geehrten Märtyrer, den Verwundeten und den selbstaufopfernden Menschen brachte er besondere Wertschätzung entgegen. In verschiedenen Bereichen verfügte er über wertvolle und umfangreiche Erfahrungen, teilweise mit jahrzehntelanger Vorgeschichte, sowie über zahlreiche weitere Eigenschaften, die eine lange Liste umfassen. In diesen Tagen kommt in einigen Medien wiederholt seine Kunst, sein Kunstverständnis und seine Förderung der Kunst zur Sprache. Dieser Aspekt kann zwar für sich allein bereits einen großen Wert darstellen und war gewiss bei unserem geliebten Overhaupt in wahrer Form und auf hohem Niveau vorhanden, erscheint jedoch im Vergleich zu seinen anderen Wesenszügen und Vorzügen gering. Ich persönlich kenne von ihm zahlreiche Fähigkeiten:
Eine große Kunst von ihm, die weniger Beachtung findet, war die Kunst der Erziehung und Entwicklung der Gesellschaft durch die Formung der Gedanken, Einstellungen und Gefühle der großen Volksmassen und der sozialen Gruppen.
Eine weitere Kunst von ihm war die zielgerichtete Institutionenbildung, die er insbesondere in den Anfangsjahren der Zeit seiner Führung mit Blick auf ferne Horizonte in Angriff nahm.
Eine weitere Kunst von ihm war die Maßnahme zur Stärkung der militärischen Struktur des Landes, von deren positiven Auswirkungen das iranische Volk in den beiden jüngsten auferlegten Kriegen Kenntnis erlangt und profitiert hat. Ebenso gehörte die Fähigkeit zu Erfindung und Innovation in verschiedenen Bereichen, einschließlich Wissenschaft, Strategie und Politikgestaltung, zu seinen weiteren Künsten, von denen ein Teil in der Ausarbeitung der allgemeinen Politiken des Systems widergespiegelt ist. Auch die Fähigkeit, Bedeutungen zu schaffen durch die rechtzeitige Bildung von Begriffen und neuartigen Wortverbindungen, von denen jede eine Fülle von Bedeutungen erschuf und trug und daraus ein öffentlicher Diskurs entstand. Und unter anderem war eine Kunst, die durch das Polieren seiner erhabenen Seele in Schwierigkeiten, Prüfungen und Heimsuchungen sowie durch Geduld und Standhaftigkeit auf dem Weg der Wahrheit entstanden war, die Kunst, entfernte Ereignisse vorherzusehen, denn der Gläubige blickt mit dem Licht Gottes. Und weitere Künste, deren Aufzählung in dieser Kürze nicht möglich ist.
Eine weitere Kunst von ihm war die Maßnahme zur Stärkung der militärischen Struktur des Landes, von deren positiven Auswirkungen die iranische Nation in den beiden jüngsten auferlegten Kriegen Kenntnis erlangt und profitiert hat. Ebenso gehörte die Fähigkeit der Erfindung und Innovation in verschiedenen Bereichen, einschließlich Wissenschaft, Strategie und Politikgestaltung, zu seinen weiteren Künsten, von denen ein Teil in der Ausarbeitung der allgemeinen Politiken des Systems widergespiegelt ist. Auch die Fähigkeit, Bedeutungen zu schaffen durch die zeitgerechte Bildung von Begriffen und neuartigen Wortverbindungen, von denen jede eine Fülle von Bedeutungen selbst erschuf und trug und daraus ein öffentlicher Diskurs entstand. Eine Kunst, die infolge des Polierens seines erhabenen Geistes in Schwierigkeiten, Prüfungen und Heimsuchungen sowie durch Geduld und Standhaftigkeit auf dem Weg der Wahrheit entstanden war, war die Kunst, entfernte Ereignisse vorherzusehen, denn:
اَلمُؤمِنُ یَنْظُرُ بِنورِ الله
„Der Überzeugte sieht durch das Licht Gottes.“ Und weitere Künste, deren Aufzählung in dieser Kürze nicht möglich ist.
All diese Künste und Vorzüge hatten keinen anderen Ursprung als die besonderen göttlichen Gnaden und die besondere Aufmerksamkeit unseres Herrn [Imam Mahdi] und seiner reinen Vorfahren, Friede sei auf ihnen allen. Vielleicht kann man das, was diese Gnaden und Zuwendungen auf jene ehrwürdige Persönlichkeit hinzog, in seiner ununterbrochenen und aufrichtigen Anstrengung auf dem Weg zur Erhöhung des Wortes der Wahrheit zusammenfassen. Doch insbesondere – abgesehen von den Schwierigkeiten des Kampfes gegen den verräterische Apparat der Pahlavi-Herrschaft – profitierte er von einer weiteren besonderen Gelegenheit auf dem Weg der Pflichterfüllung, von der die Allgemeinheit der Menschen gewöhnlich nichts weiß. So war es bestimmt, dass der junge Sayyid, der stark wissbegierig und natürlich zugleich nach Tat strebend war, zu einer Zeit, als sein verehrter Vater von Blindheit bedroht war, nach Jahren des Kniens in der Gegenwart hochrangiger Lehrer alle äußeren Möglichkeiten wissenschaftlichen Fortschritts und eine vielversprechende Zukunft in Qom aufgab und sich im Vertrauen auf die göttliche Gunst ganz seinem Vater widmete. Die göttliche Gunst zeigte sich infolge dieses Opfers so, dass Sayyid Ali Chamenei noch vor dem Alter von 30 Jahren plötzlich gleich einer Sonne aus Chorasan aufstieg, schon bald als eine der intellektuellen und kämpferischen Säulen galt und gleichzeitig auch in den üblichen Wissenschaften bemerkenswerte Fortschritte machte, sodass ihn in den 50er-Jahren [1970er] der SAVAK-Apparat als den „Chomeini von Chorasan“ bezeichnete. Bei diesem Punkt muss ich betonen, dass dieser Prozess des inneren und äußeren Aufstiegs dieses Ehrwürdigen sich auch in späteren Phasen fortsetzte. Nun ist es im Sinne des Ziehens von Lehren aus dem Verhalten der Großen und insbesondere einer solchen Persönlichkeit sehr angebracht, diese Eigenschaft des aufrichtigen Wohlwollens füreinander und der gegenseitigen Unterstützung zu unserer eigenen Gewohnheit zu machen, denn dieses Merkmal und der damit verbundene Blick auf die umfassende göttliche Gnade ist ein wichtiger Unterschied zwischen demjenigen, der unter der Fahne der Wahrheit steht, und jenen, die sich um die Fahne der Falschheit versammelt haben. Gewiss wird die Verfolgung einer solchen Gewohnheit die Tore des Himmels öffnen und verschiedene göttliche und verborgene Hilfen herabbringen, von der Herabsendung des Regens der Gnade bis zum Sieg über den Feind und sogar zu wissenschaftlichem und technologischem Fortschritt.
In diesen Tagen hört man wiederholt, dass verschiedene Gruppen unseres lieben Volkes zu Recht und mit Wehmut an jene einzigartige Zeit erinnern, und nach und nach treten immer mehr Aspekte des strahlenden Juwels seiner erhabenen Persönlichkeit hervor. Ebenso verbreitet sich allmählich das Bestreben, bestimmten Handlungen jener Persönlichkeit nachzueifern. So hat unser liebes Volk unter anderem aus der, im Moment des Martyriums, geballten Faust dieses Verehrten Lehren gezogen, und nun ist eben diese geballte Faust für einige zu einer Art des gemeinsamen Symbols der Überzeugung geworden. Auf diese Weise verfestigte sich erneut [die Tatsache], dass der Einfluss eines Märtyrers größer ist als der eines Anwesenden, und seine klare Stimme im Aufruf zu Einheit [tauhid], Wahrheitsstreben und dem Kampf gegen Unterdrückung und Verderbnis klangvoller und seine Botschaft durchdringender ist als zu seiner Lebzeit. Und ebenso ist der Herzenswunsch dieses großrangigen Märtyrers, nämlich das Wohl dieser Nation und der anderen muslimischen Nationen, mehr als zuvor der Verwirklichung näher gekommen.
Liebe Brüder und Schwestern des Heimatlandes! Heute und bis zu diesem Punkt des Epos der dritten Heiligen Verteidigung kann man mit voller Entschiedenheit sagen, dass ihr, das heldenhafte Volk Irans, die sicheren Sieger dieses Feldes gewesen seid.
Heute ist der Beginn des Hervortretens der Islamischen Republik als eine große Macht und vor aller Augen ist das Geraten der Arroganz in den Abhang der Schwäche sichtbar geworden. Dies ist zweifellos eine göttliche Gabe, die – durch den Segen des Blutes unseres Märtyrer-Oberhauptes und anderer Märtyrer mit blutrotem Leichentuch; sowie der unterdrückten Landsleute und der zerfetzten Blumen der Schule „Schadscharah Tayyiba“ [Schule „Guter Baum“ mit Bezug auf den Quran-Verse 14:24–25, eine Mädchenschule, bei der knapp 170 Grundschüler getötet wurden] von Minab; und infolge des Fürspracheersuchens und des demütigen Flehens des gesamten Volkes an der Schwelle der göttlichen Herrschaft; sowie ihrer kämpferischen Präsenz auf den Plätzen, in den Vierteln und in den Moscheen; sowie aufgrund der ohne Zurückhaltung, ohne Anspruch auf Dank erhebenden und aufrichtigen Selbstaufopferung – ihr Leben gelegt in die Hand des Islams – der Kämpfer in den Sepah, im Militär, in der Polizei; sowie der unbekannten Soldaten und Grenzschützer – dem iranischen Volk zuteil wurde. Diese Gabe muss, gleich jeder anderen Gabe, Gegenstand des Dankes sein, damit sie Bestand und Wachstum hat, denn:
لَئِن شَكَرْتُمْ لَأَزِيدَنَّكُمْ
„Falls ihr dankbar gewesen wärt, mehre ich gewiss für euch.“ [Heiliger Quran, 14:7]. Der praktische Dank für diese Gabe ist der ununterbrochene Einsatz, um ein starkes Iran zu erreichen.
Das, was in der gegenwärtigen Phase für das Erreichen dieses Leitspruchs und strategischen Ziels des Märtyrer-Oberhauptes erforderlich erscheint, ist die Fortsetzung der Präsenz unseres lieben Volkes so wie in den vierzig Tagen, die hinter ihnen liegen. Diese Präsenz ist eine wichtige Säule jener Stellung, in der das mächtige Iran nunmehr etabliert ist.
Daher darf durch die Ankündigung der Verhandlungen mit dem Feind nicht angenommen werden, dass die Präsenz auf den Straßen nicht (mehr) notwendig sei. Vielmehr scheint die Pflicht der einzelnen Menschen, die die Möglichkeit zur Präsenz auf den Plätzen, in den Vierteln und in den Moscheen haben, schwerer als zuvor zu sein, selbst wenn man annimmt, dass zwangsläufig die Phase des Schweigens auf dem Feld des militärischen Kampfes gekommen ist. Gewiss sind eure Rufe auf den Plätzen wirksam für das Ergebnis der Verhandlungen. Ebenso ist die erstaunliche und weiter zunehmende Millionenanzahl der Kampagne „Leben opfern für Iran“ eines der wirkungsvollen Elemente in diesem Bereich. Mit der Erlaubnis Gottes, des Gesegneten und Erhabenen, infolge dieser Mitwirkung und deren Fortsetzung verheißt die Perspektive, die vor dem iranischen Volk liegt, die Erscheinung einer glanzvollen und strahlenden Epoche erfüllt von Ehre, Stolz und Wohlstand. Als unser Märtyrer-Oberhaupt die Führung übernahm, war das System der Islamischen Republik wie ein junger Setzling, auf den zahlreiche Wunden durch die Feinde des Islams und Irans niedergegangen waren und der sie natürlich alle gut ertragen hatte. Doch als er nach fast 37 Jahren den Sitz der Führung der Gemeinschaft [umma] verließ, hinterließ er einen „guten Baum“ [Anm.: Anspielung auf 14:24-25], dessen Wurzeln fest sind und dessen Zweige und Blätter über wichtige Teile der Region und der Welt Schatten werfen. Der Ansatz, ein immer stärkeres Iran zu erreichen, führt über die Einheit zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Schichten, was er wiederholt betont hatte. Ein beachtlicher Teil dieser Einheit wurde in diesen vierzig Tagen verwirklicht: Die Herzen der Menschen kamen einander näher, das Eis zwischen verschiedenen Gruppen mit unterschiedlichen Ausrichtungen begann zu schmelzen, alle versammelten sich unter der Flagge des Heimatlandes, und die Zahl sowie die Qualität dieser Gemeinschaft nimmt von Tag zu Tag zu. Viele von denen, die noch nicht zu einer solchen Präsenz gelangt sind, sind im Herzen mit den auf den Plätzen Anwesenden Menschenmengen mitgehend und stimmen mit ihnen überein.
In diesen Tagen erleben viele eine zivilisatorische Perspektive, indem sie ihren Blick auf ferne Horizonte richten, und schaffen sich ein Bild, das nicht illusorisch, sondern auf den Realitäten der Gegenwart und der Zukunft basiert. Dies ist eine Eigenschaft, die bis vor Kurzem nur bei einer kleinen Anzahl zu sehen war, an deren Spitze das Märtyrer-Oberhaupt stand. Auf diese Weise versteht jeder Beobachter das schnelle und wundersame Wachstum dieses Volkes, und es ist nicht ohne Grund, dass in diesen Tagen der bekannte Weise der Zeit und hochrangige Rechtsgelehrte, wenn er mit euch über diesen Rang spricht, wiederholt von einem Kloß im Hals am Sprechen gehindert wird.
Bei dieser Gelegenheit sage ich zu den südlichen Nachbarn Irans, dass ihr dabei seid, ein Wunder zu sehen. Also seht richtig und versteht richtig und positioniert euch richtig und seid misstrauisch gegenüber den lügnerischen Versprechungen der Teufel. Wir sind noch wartend auf eine angemessene Reaktion von euch, damit wir euch unsere Brüderlichkeit und Wohlgesinntheit zeigen können. Dies wird nicht geschehen, außer durch eure Abwendung von den Arroganten, die keine Gelegenheit aus der Hand geben, euch zu erniedrigen und auszubeuten. Dieses sollen alle wissen: Mit Erlaubnis Gottes, des Erhabenen, werden wir die verbrecherischen Aggressoren, die unser Land angegriffen haben, gewiss nicht ziehen lassen. Wir werden gewiss Entschädigung für jeden einzelnen zugefügten Schaden sowie Blutgeld für die Märtyrer und Entschädigung für die Verwundeten dieses Krieges fordern und wir werden gewiss die Verwaltung der Straße von Hormus in eine neue Phase überführen. Wir haben keinen Krieg gesucht, noch suchen wir ihn, aber wir werden auf keinen Fall auf unsere legitimen Rechte verzichten, und diesbezüglich betrachten wir die gesamte Widerstandsfront als eine Einheit.
In dieser Phase bis zum Erreichen dessen, was uns zusteht, sollen erstens alle Angehörigen des Volkes bemüht sein, aufeinander Rücksicht zu nehmen, damit durch die Mängel, die eine natürliche Folge jedes Krieges sind, die verschiedenen Schichten weniger Druck trifft. Natürlich sind diese Mängel – die auf eurer Gegenseite teilweise viel mehr vorhanden sind als bei euch – dank der Bemühungen eurer Brüder und Schwestern in der Regierung und in anderen Institutionen in erheblichem Maße bewältigt worden.
Zweitens ist es eine notwendige Angelegenheit, auf unsere Ohren, die das Fenster des Gehirns und des Herzens sind, gegenüber den vom Feind unterstützten oder mit ihm gleichgerichteten Medien zu achten. Gewiss sind diese Medien gegenüber dem Land und dem Volk Irans nicht wohlgesinnt, und dieser Sachverhalt hat sich bereits vielfach gezeigt. Daher sollten wir entweder grundsätzlich die Begegnung mit ihnen und ihre Nutzung unterlassen oder ihnen zumindest mit großem Misstrauen bei allem begegnen, was sie darbieten.
Drittens wird das geliebte Volk, auch wenn es mit dem Ende der offiziellen Trauerzeit für den Märtyrertod seines erhabenen Oberhaupts die Trauerkleidung ablegt, den festen Entschluss zur Vergeltung für sein reines Blut und das aller Märtyrer des zweiten und dritten auferlegten Krieges in seiner Seele und seinem Herzen lebendig halten und ständig auf dessen Verwirklichung warten.
Abschließend richte ich an unseren Herrn [Imam Mahdi], möge Gott der Erhabene seine ehrenwerte Erscheinung beschleunigen, aus, dass wir in der Überzeugung von Gott, dem Erhabenen, und mit Zuflucht zu den fehlerfreien Imamen – der Segenswunsch Gottes und sein Frieden seien auf ihnen – sowie in Nachahmung unseres Märtyrer-Oberhauptes unter Eurer Flagge und gegenüber der Front des Abstreitens [kufr] und der Arroganz stehen und auf diesem Weg wertvolle Märtyrer aus verschiedenen Schichten für den Weg der Würde und Unabhängigkeit des Landes sowie für die Erhebung des Islams und der Islamischen Revolution dargebracht haben und auch weitere Verluste erlitten haben. Nun hoffen wir mit unserer gesamten Existenz auf das besondere Bittgebet Eurer Hoheit für den entscheidenden Sieg über den Feind sowohl auf der Ebene der Verhandlungen als auch auf dem Schlachtfeld, und hoffen, dass sowohl wir und als auch unsere Feinde so bald wie möglich die wundersame Wirkung dessen sehen werden, so Gott will.
Und der Frieden sei mit euch, und die Gnade Allahs und sein Segen.
Sayyid Mudschtaba Hussaini Chamenei
20. Farvardin 1405 [9. April 2026]

